Bonaire-II

Bonaire - ehem. niederländische Antillen, März 2020


März 2020 waren wir mit Freundinnen und Freunden aus unserem Tauchclub TSC Poseidon München, e.V. zum Tauchen auf Bonaire. Mit dabei Eva, Regina, Peter, Ina, Christian, Monika und Helmut. Bilder gibt's im Fotoalbum Bonaire-II. Wer gerne einen Kommentar dazu abgeben will, kann das (später) tun, hier in Helmuts Tauchblog / Reisebericht Bonaire 2020

Planung & Anreise



Ezels

Planung: Bonaire gehört zu den ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curacao) und ist eine kleine Insel in der Karibik vor der Küste Venezuelas. Es ist von einem Marinepark umgeben und bietet zahlreiche, je nach Zählweise 50 - 60, von Land aus zugängliche Tauchplätze. Weitere 15 Tauchplätze sind vor Klein-Bonaire geloegen, ein vorgelagertes Inselchen, und nur mit Boot erreichbar.

Zuerst gilt es die Erwartungen zu justieren: Es gibt keine richtigen "Großfische", höchstens mal einen Rochen und Haie auch nur ganz vereinzelt als kleine "Riffdackel" (Weißspitzerl). Auch Korallen, Schwämme und Makroleben sind für mich nicht "Weltspitze" - aber darum geht's hier auch gar nicht.

Individuelles, völlig selbstständiges und eigenverantwortliches Tauchen ist das highlight. Nicht umsonst steht auf den KFZ-Nummernschildern "divers paradise".

Auf der interdive 2019 in Friedrichshafen buchen wir kurzentschlossen beim auf die Gegend spezialisierten Reiseveranstalter ABC Travel & Consulting. Nachdem wir im Verein etwas Werbung machen buchen auch noch andere.

Der Transatlantikflug mit KLM startet Mittag ab Amsterdam, Zubringerflüge ab/nach München kann man offiziell buchen mit nur 1 Stunde Umsteigezeit. Damit gibt es einen bequemen Abflug um 10 Uhr aus München. Leider ist beim Hinflug das Gepäck nicht mitgekommen, sodas wir erst einen Tag später tauchen konnten. Beim Rückflug hat es geklappt.

Standardmäßig bietet KLM 1 Stück Aufgabegepäck a 23 kg plus 12 kg Handgepäck. Es wird nur wenig darüber ( 1 - 1,5kg) akzeptiert. Beim Rückflug müssen wir was aus dem Koffer ins Handgepäck umpacken - das zum Glück nicht gewogen wird.

Fluggeräte sind meist Airbus A330. Sitzreservierung vorab nur gegen Aufpreis, bei Einchecken 30 Stunden vor Abflug gibt's nur noch eingeschränkte Auswahl. Die Klasse ECO-plus kostet nicht übermäßig mehr, bietet aber auch außer etwas mehr Abstand und größerer Neigung der Rückenlehnen nicht viel.

Nicht geplant - Covid-19: Und es kam etwas anders als geplant - aber nicht viel...

Bei der Buchung und Vorbereitung der Reise konnten wir uns nicht vorstellen, dass so was passieren kann, aber je näher der Abflugtermin heranrückt, umso näher kommt das Virus und die Hiobsbotschaften von überall. Aber wir kommen noch gut weg.

Die Anreise und die erste Woche auf der Insel sind noch vollkommen unbeeinträchtigt. Dank sehr guter Internetverbindung sind wir über die Entwicklung in der Heimat und der ganzen Welt bestens informiert. In Bayern wird Ausgangsbeschränkung verkündet, hier auf Bonaire bringen die Airlines keine neuen Gäste mehr, sondern fliegen ihre Gäste nur noch nach Hause - teilweise früher als geplant. Nahezu täglich gibts ein neues Infoschreiben vom Management der Anlage - welche Fluglinie wann den Betrieb einstellt.

Auf der Insel wird es zunehmend leerer und leerer. Abstandsregeln auch im Supermarkt, erste Restaurants schließen. Unserer Reiseveranstalter und KLM informieren uns, dass die Rückflüge zur geplanten Zeit gewährleistet sind. Wir haben Glück und genießen unseren Urlaub. Auf dem Rückflug ist das Speisenangebot eingeschränkt - aber das wars schon an Problemen.

Uns tut es leid für die Menschen hier - ein Großteil lebt vom Tourismus, der völlig zum Stillstand kommt. 2 Tage nach Ende unserer Reise schließen nahezu alle Basen, Ressorts und Restaurants. Trotzdem sind viele Leute zuversichtlich und optimistisch. Super bleibt so - wir kommen wieder!

Sicherheitslage: Völlig unkritisch, lediglich Gefahr, dass der Mietwagen am Tauchplatz aufgebrochen wird. Wir haben das Auto immer aufgelassen, mit Klamotten, Sonnenbrillen und Kleinzeugs drin. Es stand öfters allein am Platz - weggekommen ist nichts.

Kosten

  • Vergleichsweise günstig, durch billige Flüge ab 500€, Selbstversorgung, und Tauchen vom Land aus.
  • Preise im Supermarkt teurer als bei uns, aber OK eingedenk der Tatsache, dass alles importiert werden muss
  • Preise im Lokal: Hauptgerichte 15 - 25$, Bier 3 - 4$, Softdrinks 2 - 3$.

Dauer für An- und Weiterreise:

  • München - Amsterdam: 1,5 Stunden
  • Amsterdam - Kralendijk, Bonaire: ca. 10 - 12 Stunden
  • Zur Unterkunft mit Mietwagen i.d.R. 15 - 30 Minuten

Land & Klima


Kaktus & Meer

Wetter und Temperaturen

  • Durchschnittstemperatur tagsüber 28 bis 31 °C, nachts 23 bis 26 °C
  • Am wärmsten Juni bis September - fast durchgehend 30 - 31 °C
  • Jahresniederschlags mit ca. 550 mm sehr niedrig.
  • Am regenreichsten Oktober bis Januar, mit 9 bis 10 Regentage im November und Dezember.
  • Wassertemperaturen min. 27 °C Dezember bis März, und max. 29 °C September/Oktober.
  • Heißt auch "Insel unter den Winden" - weil es (fast) keine Wirbelstürme gibt.

Geschichte, siehe de.wikipedia.org/wiki/Bonaire

  • Anfangs besiedelt von einem Stamm der Arawak - ein indigenes Volk an der Nordküste Südamerikas.
  • 1499 von Spanien in Besitz genommen, alle Einwohner wurden als Sklaven nach Hispaniola verschleppt, einige wurden später zurückgebracht.
  • Seit 1633 Teil des Kolonialgebietes Niederländischen Antillen, genutzt zur Salzgewinnung für Lebensmittel und Porzellanindustrie.
  • Seit 2010 selbstständig, als besondere exterritoriale Gemeinde der Niederlande.

Geografie

  • Liegt auf dem südamerikanischen Kontinentalschelf,
  • 80 km nordöstlich vor Venezuela.
  • Zusammen mit Aruba und Curacao ABC-Inseln genannt.
  • Erst vor relativ kurzer Zeit durch tektonische Hebung, verursacht durch Vulkanaktivitäten entstanden.
  • erstreckt sich ca. 32 km Nord-Süd und 20 km Ost-West,
  • Fläche 288 qkm, in der Form eines Boomerang
  • Der Norden ist grüner und bergig - maximale Erhebung 240m.
  • Der Süden flach, trocken und kaum über dem Meeresspiegel.
  • Es gibt kaum Sandstrände - alle Ufer bestehen aus Fels und Korallengestein.
  • ca. 18.000 Einwohner, Hauptort Kralendijk, der andere größere Ort im inneren heißt Rincon
  • Die Insel ist von Korallenriffen umgeben, seit 1979 geschützt und seit 1999 offiziell Nationalpark.
  • Tourismus ist die Haupteinnahmequelle, hauptsächlich Taucher und Kreuzfahrtschiffe.

Unterkunft & Verpflegung


© Sand Dollar

Sand Dollar condominiums: Eine große, alt eingesessene Apartmentanlage am nördlichen Rand von Kralendijk - neben Buddy Dive, Captain Don's und Hamlet Oasis.

Die 7 zweistöckigen Gebäude sind in V-Form zum Meer orientiert. Auf der Landseite, von der Straße mit Zaum und nachts bewachtem Tor abgetrennt befinden sich große Parkflächen, der Management-Bungalow und im Anschluss nach Süden die Tauchbaisis von Dive-Friends mit privatem Steg und Meerzugang.

Obwohl über 25 Jahre alt, ist die Anlage in sehr gutem Zustand. Die Apartments sind alle in Privatbesitz - i.d.R. gehören sie Amerikanern, Kanadiern oder Holländern. Sie werden gemeinsam verwaltet und vermietet. Im Grundriss gibt es verschiedene identische Bauformen: Einzel, Doppel oder Mehrfach. Aber je nach Initiative der Eigentümer sind sie recht unterschiedlich renoviert und ausgestattet. Unser Apartment ist super hergerichtet und luxuriös ausgestattet.

In typisch amerikanischer Motel-Manier kann man bei den Wohnungen im Erdgeschoß direkt mit dem Wagen vorfahren, parken und eintreten. Die Apartements im ersten Stock - wie unseres - erreicht man über Außentreppe und überdachten Außengang.

Nach Eintreten steht man im Hauptraum - Tür und Fenster auf der einen Seite und Glasfront mit großen Schiebetüren zur Veranda mit Meerblick auf der anderen

Die Ausstattung des großen Küchenbereichs lässt keine Wünsche offen: Kühlschrank, Herd mit Dunstabzug, Geschirrspülmaschine, Waschmaschine, Mikrowelle, Kaffeemaschine usw. Die Schränke sind voll Geschirr, Töpfe, Pfannen, Gläser, Besteck, Putzmittel. Es gibt auch Gewürze, Salz, Zucker usw. - Man nimmt was man braucht, kauft was man braucht und lässt für den nächsten was man nicht aufbraucht.

Im Wohnbereich stehen bequeme, große Sessel und Couch mit Tisch auf der einen Seite und eine Front mit Sideboard auf der anderen, An der Wand ein riesiger Flachbildschirm-TV mit Musikanlage und DVD-Spieler. Ein WLAN-Router sorgt für hervorragende Internetverbindung.

Ein kleiner Gang führt zu den zwei Schlafzimmern und dem größeren Bad. In beiden Schlafräumen befindet sich ein großes Doppelbett mit guter Matratze, ein großer Schrank und viel Ablage- und Abstellmöglichkeit. Das kleinere Schlafzimmer - eher auch für den Nachwuchs gedacht - liegt nicht ganz so schön zur Straßenseite - aber auch ruhig und hell. Das "Elternschlafzimmer" ist purer Luxus: Glasfront und mit Schiebetür zur Veranda und eignem kleinen Bad - wir können bei offener Türe Schlafen und hören leise das Meer. Ina und Christian überlassen das bereitwillig uns "Alten" - ewiger Dank dafür begleite sie.

Veranda bzw. Balkon reicht über die gesamte Breite des Apartments, ist überdacht und damit schattig, nach vorne zwar offen und luftig - aber mit Moskitonetzt geschützt. Tisch und Stühle bieten ausreichend Platz, dass unsere ganze Gruppe zusammensitzen kann. Daneben reicht die Fläche für 2 Liegestühle und Wäschetrockenständer.

Fazit: Eine luxuriöse Ferienwohnung vom Feinsten - allerdings kein direkter Zugang in den Grünbereich und zum Meer

Unsere Freunde Eva, Regina und Peter haben ein Haus in der 800m nördlich liegenden Anlage Hamlet Oasis gemietet - nicht so luxuriös, aber dafür mit offener Terrasse und in Mitten von tropischen Bäumen und Vögeln.


Tauchen

... Basen...


© Dive Friens Bonaire

Dive Friens Bonaire: In Bonaire ist alles auf selbständiges Tauchen von Land mit Mietwagen ausgerichtet, und so braucht man eine Tauchbasis eigentlich nur zum Mieten von Flaschen, Blei und ggf. Ausrüstung, wenn was fehlt oder kaputt geht. Und natürlich zum Luft bzw. Nitrox füllen.

Praktisch ist, wenn die Basis nahe zur Unterkunft liegt, und die Möglichkeit bietet die Tauchausrüstung zu waschen und sicher zu verstauen. Wer möchte kann auch Kurse oder Bootstauchgänge machen.

Dive Friends hat verschiedene Niederlassungen auf Bonaire, eine davon beim Sand Dollar, eine andere direkt im Hamlet Oasis. Zeitlich sind wir völlig ungebunden - außerhalb der Office-Zeiten von 8:00 - 18:00h kann man per Zahlenschloss jederzeit Flaschen und Ausrüstung holen oder zurückbringen.

Standardmäßig gibt es 80cft Alu Tanks (knapp 12L), in der Regel mit INT-Anschluss. Vereinzelt gibt es auch 100ctf großer Tanks (ca. 15L) und einige Flaschen mit DIN-Anschluss, eher mit Luft als Nitrox gefüllt - die Nutzer wissen schon wozu das gut ist. Vorsichtshalber sollte man also den INT-Adapter mitbringen, und wer mehr Luft will, braucht ein Stage-Rigging und -automaten.

Bei den üblichen "Flatrates" kann man zwei Flaschen pro Person mitnehmen, aber beliebig oft am Tag Flaschen tauschen. Gut wenn die nächste Niederlassung nahe zum Tauchplatz ist - Dive Friends hat dazu 8 Stellen über die Insel verteilt.

Ein "normaler" Tauchtag beginnt für uns gemütlich um 9:00h mit Flaschen und Ausrüstung aufladen. Nach 15 bis max. 30 Minuten Fahrt sind wir am Tauchplatz. Bis wir den 1.TG starten wird es meist 11:00h. Aufbauen und alles vorsichtig ans/ins Wasser bringen dauert Zeit - denn trotz wenig Wellen und meist flachen Einstiegen ist die Gefahr hinzufallen nicht zu unterschätzen und am Ende hat jeder den einen oder anderen blauen Fleck.

Nach 60 - 70 Minuten Tauchzeit kann man dann die Oberflächenpause in der vollen Mittagssonne verbringen um den 2.TG anschließen zu lassen. Meist ist uns das zu heiß und wir fahren ins Apartment, um die Mittagsbrotzeit im Schatten der Veranda zu genießen.

Später am Nachmittag auf zum 2.TG und wenn's sein muss noch einen Nacht-TG (naja, musste  für die meisten nicht sein). Gegen 19:00h waren wir zurück an der Basis - Ausrüstung waschen und verstauen - und dann zum Abendessen.

Fazit: Alles nicht aufregend, aber ein grenzenlos entspannter, selbstbestimmter Tauchurlaub - und Beschränkung bezüglich Tiefe, Zeit, Deko gibts natürlich auch nicht.


... Plätze...

 
Karpata

Die meisten von Land aus zu erreichenden Tauchplätze liegen auf der geschützten Westseite der Insel - der Karibik zugewandt. Wellen sind niedrig, Surge/Dünung ist gering, aber mit dem oft unebene Korallenfelsboden muss man doch vorsichtig rein und rausgehen - sonst holt man sich blaue Flecken. An der rauen Ostküste sind die Wellen vom Atlantik kommend bedrohlich und man sollte dort nur mit lokaler Führung  tauchen.

Nordöstlich von Kralendijk, nur wenige hundert Meter vom Land entfernt und direkt vor dem Sand Dollar Apartementkomplex liegt die kleine, flache, unbewohnte Insel Klein Bonaire. Rundherum gibt es einige Tauchplätze, die nur per Tauchboot erreichbar sind.

Wir tauchen ausschließlich Plätze an der Westküste zwischen Lighthouse im Süden bis Karpata im Norden an der Grenze zum "Washington Slagbaai national park". Die Plätze im Nationalpark sind wegen Corona gesperrt - sollen aber auch nichts ganz Besonderes sein.

Karpata +++: Der beste Platz zuerst !

Letzter Platz im Norden vor dem Schutzgebiet, der Öl-Bunker von BOPEC und dem Nationalpark. Rückfahrt nur über Rincon im Inselinneren, da ab 1000 steps Einbahnstraße. Gute Parkmöglichkeit, geteert und teilweise Schatten. Zum Einstieg Steintreppe runter (ca. 30 Stufen), über Kies vor zu einer Betonmole. Daran kann man sich gut festhalten um Flossen an- und auszuziehen.

Beim Abtauchen fällt das Riff relativ steil ab. Gerade runter auf 30 - 35m, dann kommt links eine kleine "Höhle". Hier kann man tiefer (> 50m) einen 4m großen historischen Stockanker finden. Einzelne alte Kanonen und Ballast soll auch zu finden sein.

Sicht meist überdurchschnittlich - weil wenig Sand. Im Flacheren schöner Bewuchs.

1000 steps ++: In Wahrheit nur 70 Steinstufen, die sich in der Mittagshitze wie tausend anfühlen mögen. Tipp - nach 16h kommen!

Gorgonien, Elchkorallen, steiler Riffhang bis 40m. Immer wieder Sandflächen dazwischen, dadurch Sicht manchmal durch Schwebeteilchen eingetrübt. Nördlichster Platz, von dem aus man noch umdrehen und zurückfahren kann - ab hier dann Einbahnstraße und Rückweg nur über die Schleife BOPEC - Rincon.

Weber's Joy - Witches Hut ++: Kurz südlich vor 1000 steps und weniger besucht - aber ebenso schön. Nur 3-4 Parkplätze neben einem verfallenen Haus. Hier gibt es einen toll bewachsenen Schlot aus Metall - Herkunft unbekannt. Er ragt senkrecht von 30 bis 20m hoch und wird von Schwärmen von Glasfischen bewohnt.

Windsock: Direkt am Ende der Startbahn des Flugplatzes, begehrter Badeplatz mit Schatten spendenden Baumgruppen. Ähnliche Topologie wie anderen Plätze der Gegend d.h. 5-8m flach über Sandgrund 50m raus, dann Korallen bewachsener Riffhang, abfallend auf ca. 40m. Schäden der beiden großen Wirbelstürme (Plural von "Hurricane"?) 1999 und 2008 sind hier deutlich sichtbar - damit nicht der allerschönste Platz, aber sehr einfacher Einstieg und gut für nicht tauchende Begleitung. Schnorchelplatz!

The Lake ++: Doppelriffkomplex - der erste Abhang geht auf 20-25m runter, dann folgt parallel zum Ufer ein 20 - 50m breiter Sandstreifen, anschließend kommt der 2. Riffwall, erst steig es auf 17m hoch umd dahinter auf 40m und mehr abzufallen. Wenn man auf 10 - 15m quert hat man den Eindruck über einen See eingerahmt von Bergrücken zu fliegen. Die Riffe sind sehr schön mit Korallen bewachsen. Im Flachbereich große Felder mit Elchkorallen.

Tipp: Dieser Platz ist Aquarius vor zu ziehen - dort ist es viel weiter über Grund und manchmal ist man dabei Strömung ausgesetzt.

Hilma Hooker ++: Ein 75m langer Stahlfrachter war 1984 als Drogenschmuggler unterwegs. Behörden brachten das Schiff auf, beschlagnahmten über 10 Tonnen Marihuana und schleppten das Schiff vor die Küste, wo es sank. Das Wrack liegt auf der Steuerbordseite in 30m Tiefe parallel zum Ufer am Übergang des Riffhanges zum flachen Sandgrund im Doppelriffkomplex nördlich von Angel City - d.h. auf der Sandfläche weiter raus kommt dann nochmal eine Rifferhebung mit anschließendem 2. Abfallhang auf 40+ m.

Das Wrack ist sehr einfach zu finden und zu betauchen. Der Frachtraum ist komplett offen, aber leer. Auch die Aufbauten sind gut erhalten und liegen waagrecht auf ebenem Sandgrund. Die Hooker wird zwar stark frequentiert - aber durch die "große Tiefe" bleiben die Tauchgruppen meist nur wenige Minuten. Einfach ruhig halten, etwas warten und kurz drauf hat man den Platz wieder für sich. Die anfallende geringe Deko kann man am schön bewachsenen Riffhang angenehm verbringen.

Salt Peer +++: Anlegestelle für Frachtschiffe, die Salz laden. Man muss sich (am einfachsten bei einer Tauchbasis) vergewissern, dass kein Schiff vor Anker liegt oder angekündigt ist. In Tiefen von 5 - 15m taucht man um die weitläufige Pier-Konstruktion herum. Zwischen den Stempen der Förderanlage tummeln sich unzählige Fischschwärme. Ein Abhang führt dann auf gut 40m runter. Neben den Schwarmfischen wie Gelbstriemen, Süßlippen, Doktorfischen gibt es Barrakudas, Tarpune, Schildkröten und manchmal Rochen.

Red Slave ++: Vorletzter Platz im Süden. Parken kann man zwischen den niedrigen, winzigen Steinhäusern, die innen auch Schattenplatz zum Sitzen bieten. Vorne Tür- und hinten Fensteröffnung ermöglichen einen angenehmen Winddurchzug.

Der Tauchgang führt erst 90m in 5-7m Tiefe über Sand, dann kommt man zum sehr schönen Riffabhang. Viele Schwämme, Hartkorallen, Gorgonien und Büsche von schwarzen Korallen runter bis 45m. Es sollen auch Anker und Kanonen rumliegen, die 1829 von der MS Barham über Bord geworfen wurden um Grund zu gewinnen.

... Fauna & Flora

 
Karge Landschaft

Zusammengefasst: Wie üblich in der Karibik mehr Schwarmfische und bunte Rifffische als pelagische Großfische, mehr Schwämme und Hartkorallen als Weichkorallen, eher Sand als Fels ....

Die Fische, dank der Nationalparkregeln ohne Scheu vor Tauchern, darunter u.a.

  • Süßlippen, Kaninchenfische, Kaiserfische, Doktorfische, Füsiliere
  • Kugelfische, Kofferfische
  • Zackenbarsche
  • Eidechsenfische, Drachenköpfe
  • Flöten- und Trompetenfische
  • Barrakudas, Tarpune, Muränen
  • Schildkröten
  • Schlangenaale, Sandaale
  • Sepien
  • Garnelen, Krebse, Langusten
  • als eingedrungene Art: Rotfeuerfische (einige, aber in Grenzen)

Bei der Flora überwiegend

  • Röhren- und Tonnenschwämme
  • Hartkorallen, Elch/Geweihkorallen - ganze Wälder
  • Büschel schwarzer Korallen

... Fazit

  • Divers Paradise - für selbstständige Taucher, am besten in der Gruppe.
  • Kein Stress, keine Einschränkungen oder Gängelung durch nervige Guides und andere Möchtergerns (außer den Tauchvorschriften der Nationalparkverwaltung - die aber für vernünftige Menschen eh selbstverständlich sind).
  • Der Rest ist Urlaub i.d.R. mit Selbstversorgung, auf europäischem Standard mit karibischem Wetter.

Sonstiges

Unsere Bilder gibt's hier im Fotoalbum Bonaire-II.

Reisetagebuch

Di. 10.März


L200

Reisetag

  • 6:00 Uhr Abfahrt zum Park & Fly - Eitting
  • 8:00 Uhr Einchecken nach Amsterdam
  • 10:00 - 11:30 Uhr Flug nach Amsterdam (AMS) und schnellen Schrittes quer durch Schippol.
  • 12:20 Uhr Weiterflug nach Aruba
  • 19:00 Uhr (+ 7 Std. Zeitverschiebung) Zwischenlandung und kurz 1 Stunde Aufenthalt auf Aruba
  • 20:30 Uhr Ankunft Bon Bini Airport Bonaire - das Gepäck hat der Anschluss in AMS nicht gepackt und fehlt uns jetzt.
  • Nach Ausfüllen der Vermisstenanzeige rüber zu AVIS den Mietwagen übernehmen - einen alten verbeulten Mitsubishi L200 mit Doppelkabine und Schaltgetriebe.
  • 21:30 Uhr Ankunft im Sand Dollar - Nachtwache hat Schlüssel für uns
  • Noch ein Bier bzw. Softdrink bei Eddy's und dann haben wir fertig ....

Mi. 11.März


Ausgehviertel im Zentrum

Kein Gepäck - kein Tauchen

Erst mal in Ruhe zum Einkaufen und Frühstücken, wir haben ja heute nichts vor. Der Supermarkt Van Den Tweel ist hervorragend sortiert, recht groß, super sauber, bestens organisiert - und nicht billig. Aber es muss ja alles importiert werden, und dafür ist es dann schon gerechtfertigt.

Viele Produkte kommen aus den Niederlanden - darunter Spezialitäten, die Ina an ihre Kindertage mit Hollandurlaub erinnern lassen. Im Foyer gibts ein Cafe mit Imbiss.

Nachmittags erledigen wir dann alle Eincheck-Formalitäten im Sand Dollar und bei der Tauchbasis. Abends holen wir das Gepäck am Flughafen und kochen Nudeln mit Gemüse.

Do. 12.März


Tarpun

Checktauchgang

Um alles auszuprobieren und einzurichten tauchen wir am ersten Tag direkt vor der Haustüre am privaten Steg von Sand Dollar / Dive Friends. Man kann die Ausrüstung mit einem kleinen Handkarren ranfahren, hat Flaschen direkt vor Ort, gute Möglichkeit alles ohne Dreck und Sand zusammen zu bauen und kann dann über eine Holztreppe bequem ins Wasser. Am Ende gibts Dusche und Spülbecken.

Sehr dumm, dass ich (wg. Side mount basteln) zuhause unsere Wings von den Backplates abmontiert und vergessen habe Damit müssen wir uns Jackets bei der Basis ausleihen. Ist kein großes Problem, da Dive Friends gut mit Leihausrüstung ausgestattet sind, und gutes Geld mit den Amerikanern daran verdienen. Also blöd gelaufen, wird teuer - und konventionelle Jackets sind grässlich zu tauchen, wenn man ein Wing gewohnt ist. Naja, wie's weitergeht siehe übermorgen

Der Tauchgang selbst ist unspektakulär (wie die meisten auf Bonaire), aber trotzdem schön und entspannend. Es gibt im Rahmen der lokalen Möglichkeiten eine ganze Menge zu sehen: Tarpune (große silberne Raubfische), Barrakudas, Schildkröte und viele bunte Fische (VBF).

Die Wassertemperatur ist mit 27°C für 3mm Anzug nicht zu warm. Bleimenge 7 kg.

Zum Abendessen nutzen wir gleich die special offer "burger day" vom Restaurant Breeze 'n Bite.. Normal kostet ein Hauptgericht ca. 15 - 25$ Getränke 2,5$ Softdrinks, 4$ ein Bier. Heute gibts ganz gute Burger für 9$ - aber Achtung: Chili-Burger sind nicht scharf, sondern, damit Amerikaner auch wirklich satt werden mit Chili-con-Carne dazu.

Fr. 13.März


Doktorfisch

Oil Slick Leap

1.+ 2. TG

Erster Platz nördlich von Kralendijk, wo Straße wieder zum Meer runter biegt. Parkmöglichkeit für ca. 6 KFZ. Plattform mit Leiter - 6 Sprossen am Felsen runter ins Meer.

Gute Sicht, mäßig steil schräg runter bis 35m, viele Peitschen- und Buschkorallen, einige Schwämme - Riff in sehr gutem Zustand. Viele blaue Doktorfische, Gelbstriemen, Schildkröte, viele kleine Juwelen-Zackenbarsche, Schlangenaal, Muräne. Alle Fische sind zutraulich und neugierig. Es wäre gut zum Fotografieren, wäre das Tarieren mit dem Jacket nicht so nervig.

Kaffeetrinken auf Terrasse und im Garten bei Eva, Regina und Peter.

Ich muss noch dringend zum Shoppen in den seht gut sortierten Laden von Dive Friends gleich über die Straße: Fazit: 2 rote Donut-Wings von Hollis (die angefallene Leihgebühr für die ersten Tage wird uns erlassen)

Sa. 14.März


Zackie

Red slaves ++

Wir fahren in den tiefen Süden. Einmal an der Westküste ganz runter und um die Südspitze rum an Lighthouse vorbei zu den ehemaligen Sklavenhütten "Red slaves".

Wir parken zwischen den kleinen Steinhäusern, die im inneren etwas Schatten mit Luftzug bieten. Der Einstieg ist flach, führt aber über ein Feld mit großem Geröll ("boulders").

Nach dem Abtauchen geht's erst 5m tief ca. 50m über Sand bis zum sehr schön bewachsenen Riffabfall. Es gibt Röhren- und Tonnenschwämme. Alles ist mit Büschen aus Strauch- und Peitschenkorallen bewachsen. Schwarze Korallenbüsche ziehen sich bis auf 45m runter.

Am Fischen: u.v.a. Gelbstriemen, Doktorfische, Zackenbarsche. Die Sicht ist sehr gut.

2 TG: Viele weiße Doktorfische, Sandaale, Kuhnasenrochen

So. 15.März


die Barke

Cliff & the barge - direkt vor Hamlet Oasis

Rechts direkt vor dem Wasserwerk, in der Mitte der Absperrung Freiwasserabstieg auf 30m, dann nach Norden. 3 Minuten später ist das Wrack "the barge! - sichtbar. Diese Barke ist ein großer, hölzener Frachtkahn mit flachem, geschlossenem Aufbau. Bug liegt auf 30 und Heck auf 45m.

Der Rumpf ist kaum bewachsen, nur einige kleine Büsche schwarzer Korallen. Unter dem Kiel liegen 2 riesige Langusten. Um das Schiff einzelne Barrakudas und Tarpune. Weiter oben ein Schwarm Makrelen und eine große, grüne Muräne.

Der 2.TG führt uns nach links und ist flacher. Es gibt einen Schlangenaal, Garnelen, 2 große Drachenköpfe, 2 Eidechsenfische schnappen einen kleinen Zackenbarsch, können ihn aber nicht festhalten und er entkommt. Als highlight und ziemlich unerwartet sitzt ein knalloranger 10cm großer Anglerfisch in einer Koralle.

Mo. 16.Mai


Der Kamin

Weber's Joy - Witches hut +++

In der Nacht regnet es, tagsüber Wolken und einzelne kurze Schauer.

Am Tauchplatz gibt es Parkplatz für 4 - 5 Autos und etwas Schatten. Das Gebäude am Straßenrand verfällt wie eine alte Hexenhütte. Der Einstieg ist sehr einfach. Der Bewuchs im Flachen wunderschön - zu sehen gibt es wie oft: Muränen, Barrakudas, Tarpune, Kaiserfische, Zackies, Gelbstriemen. Die schräg-steile Riffkante ist mehrfach durchzogen von senkrechten Canyon-artigen Einschnitten. Highlight ist ein toll bewachsener Schlot aus Metall - Herkunft unbekannt. Er ragt senkrecht von 30 bis 20m hoch und wird von Schwärmen Glasfischen bewohnt.

Weils so schön ist, machen wir gleich den 2.TG auch hier.

Der 3.TG am Nachmittag führt uns an die Promenade in der Stadt. Der Platz heißt "yellow sub" und soll auch tiefer sein – ist aber nicht besonders aufregend.

Di. 17.März


Hilmar Hooker

Hilmar Hooker & 1000 steps

1.TG: Hilmar Hooker im Süden, kurz nach dem Flughafen

Der 1984 versenkten Stahlfrachter war ein "Drogen-Schmuggler". Es wurde versenkt und liegt backbords auf 30m. Durch die relativ gute Sicht ist das Schiff fast in Gänze erkennbar und mit 75m Länge ein durchaus imposantes Wrack.

Die Frachträume sind leer aber bewohnt von großen Muränen und Langusten mmkreist wird der Rumpf von Tarpunen, Barrakudas und etlichen Tauchern. Da wir Stages dabei haben, und keine Angst vor Deko, bleiben wir lange auf Tiefe. Gruppen anderer Taucher kommen, schauen sich kurz um und sind binnen Minuten wieder weg und wir sind wieder allein.

2.TG: 1000 steps im Norden

Es sind nicht 1.000 sondern nur 70 Steinstufen runter vom Parkplatz zum Kiesstrand, Aber in der Mittagshitze mag es wohl so erscheinen. Wir kommen um 16:30 Uhr und das Sonnenlicht ist schon milde gestimmt. Nach dem Abtauchen schwimmen wir 50m über flachen Sandgrund bis zum Riffhang. Schöne Peitschen- und Buschkorralen säumen den Hang. Es gibt: Muränen, Drachenköpfe, Kaiserfische, Zackenbarsche, eine große orange Krabbe, Putzergarnelen, Anemonen und eine Seespinne.

Abends sättigt uns ein großer Topf Chilli-con-carne.

Mi. 18.März


Schildkröte

Windsock

Der einzige Sandstrand von Bonaire ist ein beliebter Badeplatz - auch weil es durch Bäume schattige Liegemöglichkeiten gibt. In idyllischer Lage unmittelbar am Ende des Rollfeldes kann man das Innere der Fahrwerkskästen der niedergehenden Flugzeuge studieren - zum Glück landen die Maschinen im Takt von mehreren Stunden.

Der Einstieg ist sehr flach und einfach, dann wieder 50m über Sand, anschließend geht es schräg der Korallenhang runter bis 50m. Hier gibt es ungewöhnlich viele Hart- und Geweihkorallen. Fische wie üblich, auffallend viele Schildkröten.

Do. 19.März


Schwärme

Salt Pier

Viele Parkplätze vor malerischer Industrie-Kulisse der Salz-Verladeförderbänder - im Hintergrund weiße Salzberge.

Abtauchen, dann in 5-10m Tiefe über Sand bis zur ersten Plattform, die auf dicken Stelzen aus dem Wasser ragt. Leicht abfallen bis 15m tief zur zweiten Plattform des Förderbandes. Anschließend steil abfallender Riffhang bis 35m runter.

Unten jede Menge Barrakudas, einzelne Tarpune, oben zieht ein Adlerrochen vorbei. Auf dem Rückweg lange Zeit um die Stempen rum - überall Schwärme Gelbstriemen und Doktorfische und viele Schildkröten.

2.TG Nachmittag nochmal Oil slick leap

Abends Burger-Night im Restaurant nebenan.

Fr. 20.März


feeding frency

Alice in Wonderland

Doppelriffkomplex: 1.Riffwand runter auf 30m dann Sandfläche 30-50m breit zur 2. Riff. Erst Anstieg am Korallenriffhang, ein paar Meter rauf und dann schräg abfallend Richtung 40+

Zu sehen: Drachenköpfe, Süßlippen, Makrelen, große Barrakudas, Stachelrochen - zum Ende des TG ein Riffblock gehüllt in ein Fisch-Gewusel im Fressrausch - hauptsächlich Trompetenfische, Feilenfische, Doktores und kleine Zackies.

2.TG Webers Joy. Abends eine Riesen-Portion Nudeln.

Sa. 21.März


Drachenkopf

White slaves

Relativ weit 5-10 Minuten übern Sand bis zur Riffkante, dann schräg runter auf 35m.

Fische: Gelbe Muräne, Doktorfische, Zackenbarsche, Flundern, Sandaale.

2.TG Angel City - Fortsetzung des Doppelriffkomplexes, oben Felder mit Elchgeweihkorallen

Abends in die Stadt zum Essen im "el Mundo" - ganz gut, 2.Reihe und nicht zu teuer. Wie alle Restaurants und ganz Kralendijk aufgrund Corona fast menschenleer.

So. 22.März


durk down

Karpata - 2mal

Steil runter, ein paar Minuten nach Süden auf 58m großer historischer Stockanker - und es geht noch weiter runter ... Sicht gut, Wand toll, viele schwarze Korallen und Fächerkorallen - für mich der beste Tauchplatz.

Ein- und Ausstieg je nach Welle nicht ganz trivial, Springen vom Betonsockel ist gefährlich weil Felsblöcke untief liegen.

Mo. 23.März


Flamingos

The Lake

Nördlich der Hilmar Hooker setzt sich der Doppelriffkomplex weiter fort. Die Sandfläche zwischen 1. und 2. Riffwand sieht beim drüber Schwimmen wie ein See umrahmt von Bergen aus. Der 2. Abfall geht auf 45m

Sand Dollar - Abschluss am Hausriff

Zum letzten TG vom Steg direkt vorm Ressort - nochmal viel geboten: Ein großer Oktopus, etliche Muränen, Tarpune, Putzergarnelen, Drachenköpfe, Barrakudas, Gelbflossenmakrelen, Schlangenaal jagt zusammen mit Zackie - Makrelen folgen, Flunder-Rivalitäten, und dann noch Gumpies am Ausstieg.

Di. 24.März

Heimreise

Abgeben der Mietwagen bei AVIS schnell und ohne Probleme, trotz leichter (weiterer) Delle.

Langer Flug, ohne besondere Vorkommnisse - naja fast: Außer keine Essensauswahl und fast menschenleerere Flughäfen wg. Corona (s.o.)


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